Mehr erleben...
...mit dem größten Tauschring Südbadens!
Die Marktzeitung


Mehr Gemüse im Tauschring?

Am Samstag, den 9. Mai, ist in der Kleingartenanlage "Zum Höfle" (zwischen Zähringen und Gundelfingen) ein Pflanzentauschmarkt unter Regie der Stadtteilgruppe Nord geplant. Zieht schon jetzt Pflanzen, damit es etwas zum Tauschen gibt. Im Anschluss wird bei passendem Wetter gegrillt (Markt ab 16, Grillen ab 18 Uhr).

 

Produkte des täglichen Bedarfs wie Brot, Gemüse und Obst sind im Tauschring eher schwer zu finden. Um diesem Mangel zumindest ein wenig abzuhelfen, könnte sich eine Art „Kreis der KleinsterzeugerInnen“ anbieten, in dem KleingärtnerInnen ihre Möglichkeiten bündeln und sich zusammen schließen. Solche Kooperationen könnten auch in anderen Bereichen interessant sein.dsci0565
Wenn wir bisher Bauern oder Gemüsegärtner im Tauschring hatten, war die Nachfrage nach ihren Produkten so hoch, dass sie die eingenommenen Talente nicht vernünftig ausgeben konnten oder auch einfach zu wenig MithelferInnen bei der Ernte oder in anderen – oft anspruchsvollen oder anstrengenden - Bereichen fanden. Da sich dieses Dilemma nicht von heute auf morgen lösen lässt, könnte eine Zwischenlösung in einem losen Zusammenschluss von KleingärtnerInnen im Tauschring bestehen. Das würde bedeuten, dass sich diese darüber austauschen, was sie produzieren und welches Know-How sie haben und wo sie noch Unterstützung und Ergänzung brauchen. Diese Mischung aus Mithilfe und Ernteerträgen könnte dann das Jahr über ausgetauscht werden. Auch Mitglieder, die nicht säen und ernten, könnten zumindest über aktive Mithilfe Teil des Kreises werden. Das Ziel wäre eine Entlastung aller Einzelnen bei gleichzeitig verbesserten Erträgen und einer größeren Vielfalt an Gartenprodukten. Der Idee nach würde sich das vor allem in einer Liste ausdrücken, welche das Angebot und den Bedarf der TeilnehmerInnen verdeutlicht oder eine Grundlage für Absprachen bildet.

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Auf der Route des SEL quer durch Frankreich

Die Salzstraße – Route des Sel (RDS) – ist ein vielsagendes Bild, da sie die Verbindung zwischen den einzelnen Tauschringen bezeichnet (Systeme d’Échange Local, also lokales Tauschsystem). Es ist ein vor allem in Frankreich verbreitetes Übernachtungssystem, bei dem man für umgerechnet 10 Talente übernachten und buchstäblich Land und besonders Leute kennen lernen kann. Das Ziel ist dabei eine bessere und herzlichere Verbindung zwischen den Tauschring-TeilnehmerInnen. Um das Ganze näher zu testen, habe ich mich im August 2014 auf den Weg über den Rhein gemacht.
Meine erste Station lag im Umfeld von Avignon und nach einer langen Fahrt zeigte sich, dass Frankreich wirklich nicht sehr dicht besiedelt ist. Abseits der Autobahn kurvte ich durch die Pampa und landete nach dem Abzählen von Briefkästen, Einfahrten und Wegen (wie es mir beschrieben war) und der Hilfe eines Nachbarn schließlich nach einem Schild „La Libella“ beim schönen Haus mit einem großen Gelände von haus von monique und marcMonique und Marc. Das war kein überraschender RDS-Kontakt, da mir die beiden schon von früheren Treffen vertraut waren, aber ich konnte noch in ihrem Naturteich baden, etwas joggen, ein wenig mitgebrachtes Gemüse und etwas Gegrilltes mit ihnen verspeisen und die französische Gastfreundschaft genießen, bevor ich ihnen bzw. ihrem Campingbus auf meinem weiteren Weg bis nach Narbonne folgte.
Mein Ziel war das diesjährige französische Tauschringtreffen (Intersel) in Pamiers bei den Pyrenäen. Zuvor hatte ich über die Internet-Plattform von Route des SEL eine Anfrage gestartet. Diese erscheint dann im regelmäßigen Newsletter und mich erreichten sehr viele Mails, in denen mich nette „Selisten“ einluden, um bei ihnen auf meiner Reise einen Stopp einzulegen. Ich hatte einige größere Städte auf der Route in den Süden angegeben, aber viele Ortsnamen in den Antworten sagten mit erstmal nichts. Denn natürlich gibt es Unterkünfte über ganz Frankreich verteilt und gerade Leute auf dem Land freuen sich, wenn mal ein Gast vorbei kommt – und betonten dann gerne, dass man mit öffentlichen Verkehrsmitteln eigentlich recht schnell in der nächsten Metropole sei. Manche zeigten auch große Kenntnisse von Freiburg und hatten das Vauban-Viertel schon besucht und wollten sich über allerlei alternative Bewegungen in Deutschland austauschen. So war es schade, dass ich nur wenig Zeit für einen Aufenthalt zur Verfügung hatte und leider auch nicht alle persönlichen Mails beantworten konnte.

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Portrait: Petra Amara

Hallo zusammen,

seit dem Tauschrausch im Koffer vom 14. Dezember 2014 an bin ich neues Mitglied und habe mich sowohl dort, als auch beim Talent- Treff amara-petraam darauf folgenden Freitag sofort wohlgefühlt, zumal auch meine zumeist essbare Ware bei Euch heiß begehrt war und auch gut ankam, genauso wie meine noch gut erhaltenen Bücher oder die
maschinengestrickten Socken von meiner Mutter oder der Kräutertee.
Dies war sogar den Leuten von der Zeitung aufgefallen, die mich namentlich gleich erwähnt haben und auch die Tatsache, dass ich aufgrund von Lärmbelästigung in dem Mietshaus, in dem ich in Kirchzarten wohne, dringend eine neue und vor allem günstige Bleibe suche.

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Das Tauschsystem im spanischen Altea

Tauschen, wo andere Urlaub machen
Tauschsysteme gibt es überall auf der Welt. Es lohnt sich also nachzufragen, wo auch immer es sich ergibt. Durch das vertraute Netzwerk flyerlassen sich auch unterwegs schnell Erfahrungen, Unterkünfte und Hilfen tauschen. Über die Idee des Tauschens ergibt sich gleich eine herzliche Verbindung. Daneben lässt sich eventuell eine Partnerschaft mit dem heimischen Tauschring ankurbeln oder einfach aus den unterschiedlichen Herangehensweisen lernen. Ein Beispiel ist die Zeitbank im Künstlerdorf Altea an der Küste der spanischen Costa Blanca.
„Die Zeit ist kein Gold. Das Gold ist wertlos. Die Zeit ist Leben.“ Mit dieser Weisheit des im vergangenen Jahr verstorbenen Kapitalismuskritikers José Luis Sampedro wirbt die Zeitbank in Altea für ihr Anliegen. Seit etwa drei Jahren gibt es die Zeitbörse, welche derzeit fast 100 Mitglieder

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Portrait: Stefan Purwin

Hallo,
ich bin ganz neu mit dabei und mit der Gründung der Stadtteilgruppe in Haslach im November 2014 in den Talent-Tauschring eingestiegen. Dabei schlägt mein Herz für die Tauschring-Idee schon seit mehr als 20 Jahren. Ich hatte den Kreuzberger Tauschring in Berlin mit gegründet und das allererste Bundestreffen der Tauschringe mit organisiert.

Nach einer längeren Tauschringpause war es dann schließlich auch das Bundestreffen in Freiburg, dass den Kontakt zum Tauschring hat aufleben lassen. Eine Gruppe bei uns im Nachbarschaftswerk hatte genau zu dieser Zeit Interesse an den Tauschringen. Als Mitarbeiter dort habe ich den Kontakt gesucht, gefunden und bin schließlich auch selbst Mitglied geworden.

Ohne den Tauschring hätte ich seinerzeit weder meine Wohnung renovieren, noch die Feten samt Buffet und DJ ausrichten können. Dafür waren meine Computerhilfe und meine Transporte gefragt.  Nun freue ich mich, daran wieder anknüpfen zu können.

 
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