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...mit dem größten Tauschring Südbadens!
Die Marktzeitung


20 Jahre Schweiz

20 Jahre Talent Schweiz: Eine Währung hat Geburtstag

Seit 1993 kann man in der Schweiz mit «Talenten» statt mit Geld wirtschaften. Wer bei «TALENT Schweiz» mitmacht, kann zum Beispiel Brennholz verkaufen. Mit den verdienten «Talenten» kann er oder sie einen Computerkurs bezahlen oder Honig kaufen. Wie das funktioniert, konnte man am 19. Oktober in Lenzburg erleben. Die Idee hinter «Talent» stammt aus dem frühen 20. Jahrhundert, als Antwort auf Wirtschaftskrise und Verarmung.
19. Oktober 2013, 10 Uhr. Die grosse Halle des reformierten Kirchgemeindehauses Lenzburg füllt sich mit Leben. Kinder probieren das Glücksrad aus, ein veganer Imbiss-Stand wird eingerichtet. Einige Frauen und Männer breiten selbstgemachte Konfitüre, Wollsocken, Tragtaschen aus Recycling-Material und andere Waren aus. Ein Verkäufer preist gebrauchte Haushaltsgegenstände an. Auch Dienstleistungen werden angeboten: In einer Ecke setzt sich ein erster Kunde auf den Massagestuhl.

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Intersel 2013 in Josselin

Das Intersel 2013 in Josselin: Bericht vom internationalen

Treffen der Tauschsysteme in der Bretagne (Frankreich)

Vom Montag, den 12., bis Sonntag, den 18. August 2013, fand im bretonischen Josselin das jährliche Bundestreffen der französischen Tauschsysteme statt (Intersel).

Das Treffen wurde von einigen bretonischen Tauschsystemen (SEL) organisiert. Die 150 Schlafplätze in Vierbettzimmern und 50 Campingmöglichkeiten waren schnell ausgebucht. Die Kosten waren mit 125 € für Essen und Unterkunft günstig. Allerdings mussten alle Teilnehmer rund eine Stunde am Tag in der Küche, beim Putzen oder wo es nötig war mithelfen.

Der morgendliche Start in den Tag hieß „Agora“: Immer um 9 Uhr versammelten sich alle Tausch-Anhänger im Hof und ließen sich über alles Wichtige informieren, was der Tag zu bieten hatte. Die verschiedenen „Ateliers“ waren jeweils unterschiedlich belegt, hatten aber alle einen guten Zulauf. So gab es Angebote zu gewaltfreier Kommunikation, zu traditionellen Tänzen, Lach-Yoga, über die bretonische Sprache, Esperanto und medizinischen bzw. therapeutischen Themen. Daneben viel Tauschring-Spezifisches wie über die Satzung von Selidaire, den Tausch über Route de SEL, die Gewinnung von neuen Mitgliedern, verschiedene Internet-Angebote. Außerdem gesellschaftspolitischen Themen wie die Verbindung von Tauschringen und Transition-Town uvm.

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Modell Hier-Geld

In unserer Rubrik „alternative Wirtschaftsformen" stellen wir alte und neue Ansätze vor, die angesichts der Finanzkrise und anderer wirtschaftlicher Missstände eine Diskussion wert sind. Heutiger Diskussionsbeitrag: das Modell "Hier-Geld" unseres Mitglieds Philipp Heist.

 

Philipp Heist hat seit 1995 in Zusammenarbeit mit Partnern und anderen Visionären bzw. in „Denkgruppen" das System einer Kommunalen Zweitwährung am Beispiel der Stadt Freiburg entwickelt. In das Modell sind bestehende Tauschringe und Regionalwährungen einbezogen. Die Währung heißt „Hier-Geld".

Potenziale dieser Komplementärwährung, die gleichzeitig mit der offiziellen Währung besteht, sind die Öffnung einer „Freien Sozialwirtschaft" neben der Marktwirtschaft, was u.a. positive Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt hat und der Verarmung entgegen wirkt. Wir kennen ja aus dem Tauschring die große Nachfrage nach und ein großes Angebot an diversen Dienstleistungen.

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Tauschen im Wandel - von regional zu global

Nach knapp 20 Jahren aktiven Tauschens möchte ich hier anhand meiner vielfältigen Erfahrungen einen Rückblick aufzeigen, die aktuelle Situation aus meiner Sicht darstellen, sowie meine Vision für die Zukunft in Bezug auf zwischenmenschlichen Austausch nicht nur von Talenten offen legen.

 

So war das Novum Talent-Experiment, wie unser Tauschring Freiburg in den Anfängen hieß und im Hochschwarzwald entstand, die ideale tom 014Möglichkeit für meine Frau und mich in unserer neuen Heimat anzukommen. War es uns in den 2 Jahren, die es uns von Mannheim in den Schwarzwald verschlagen hatte, nicht gelungen, tiefe Kontakte oder enge Freundschaften zu schließen, sind wir plötzlich von einer Gruppe Menschen aller Altersklassen herzlich aufgenommen worden. So hatte das Tauschen anfänglich den wichtigen Aspekt, am Gesellschaftsleben teilzunehmen, besonders für mich als Hausmann in einem kleinen Dorf. Meine Berufung zum Gärtner konnte ich hier nur im eigenen Garten ausleben und der Verlust des Austausches mit Arbeitskollegen war spürbar. So lag mein Hauptanliegen eher darin, Sozialkontakte zu knüpfen. Dies gelang mir im Laufe der Zeit (nur nicht ungeduldig werden!). Viele nachhaltige Freundschaften über das Tauschen hinaus sind dadurch entstanden und bis heute aktiv.

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Über die Euros im Tauschring…

Genau wie überall wird auch von den Mitgliedern des Tauschrings das Schicksal geteilt, dass am Ende des (Euro-)Geldbeutels noch zu viel vom Monat da ist. Deshalb fragen sich manche, ob sie nicht für Ihre Angebote im Tauschring auch Euros verlangen könnten. Um hier gerade für Neumitglieder Klarheit zu schaffen, seien noch einmal die diesbezüglichen Regeln und ihre Hintergründe dargestellt.geld-3869

Generell ist der Tauschring ein alternatives Währungssystem, das sich bewusst vom täglichen Wirtschaften mit Euros unterscheiden will. Der Talent ist also im wahrsten Sinne ein Ausdruck unseres Könnens und unserer Fähigkeiten und kann nicht direkt in andere Währungen getauscht werden. Es ist immer nur ein Geben und Nehmen von Leistungen oder Waren möglich (wobei der Bezug zu einer Zeitstunde für 10 Talente oder der 1-zu-1-Umtausch in Euros ein gewisser Richtwert ist). Das heißt also knapp gesagt: Euros haben generell im Tauschring nichts zu suchen! Um diese einzunehmen oder auszugeben, steht uns das übrige Wirtschaftssystem mit seinen Möglichkeiten zur Verfügung. Im Talent-Tauschring e. V. besteht das Bemühen von vielen Engagierten gerade darin, einen Austausch ohne Euros zu ermöglichen.

 

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