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...mit dem größten Tauschring Südbadens!
Die Marktzeitung


Von Thessaloniki nach Freiburg

Mitgliederportrait Dorothee Vakalis

 

Sie sind neu, woher kommen Sie? Bei dieser Frage zögere ich etwas und sage dann:vakalis-ausschnitt Aus Griechenland. Obwohl man gleich sieht und hört, dass ich keine Griechin bin, stimmt es doch, denn ich habe mehr als die Hälfte meines Lebens dort mit meiner deutsch-griechischen Familie gelebt, gearbeitet und bin dadurch natürlich auch sehr geprägt worden. Eine "deutsche Thessalonicherin", so habe ich mich 34 Jahre lang gefühlt, eine von über 50.000 deutschsprachigen Heiratsmigrantinnen in Griechenland. Vielleicht kennen auch Sie eine, die mit ihrem Griechen in seine Heimat gegangen ist?

Deutschland kenne ich eigentlich nur noch aus gelegentlichen Ferien oder von Fortbildungen. Und nun lebe ich seit einigen Wochen als Rentnerin zusammen mit meiner Tochter Anna in Freiburg ...und bin gleich beim Talent-Tauschring gelandet. Das kam so: In der Badischen Zeitung las ich den Bericht zur 15-Jahrfeier im November 09. Ich hatte in verschiedenen Büchern begeistert vom "Wunder in Wörgl“, einem Tauschring in Österreich in den 30er Jahren gelesen, und überhaupt interessieren mich soziale Fragen von alternativem Leben und Wirtschaften. Vielleicht hilft mir der Tauschring, nach so langer Zeit mich  wieder mit dem Leben in Deutschland auseinander zu setzen, mich neu einzuleben.

 

Griechenland, oh ja, das Land ist z. Zt. in aller Munde und auf den Titelseiten der Zeitungen: einmal Sündenbock, einmal Karikatur, meistens abschätzig, verurteilend, dann auch wieder solidarisch. Deshalb möchte ich dazu aus meiner Erfahrung und Sicht einige Gedanken schreiben:

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Die Bettlertour

Auf die Idee der „Bettlertour“ kamen die Mitwirkenden der „Bettleroper“ am Freiburger Theater im Jahre 2009. Dieses Theaterprojekt war eine Kooperation von Schauspielern und Hartz IV-Empfängern. Während der Probearbeiten zeigte Uli Hermann den Schauspielern die Stadt „aus Bettlersicht“. Die Führung stieß auf so großesuli-ausschnitt-klein
Interesse, dass die Beteiligten fanden, eine solche Stadtführung solle dauerhaft angeboten werden. 

Also inserierte man im FREIeBÜRGER. Seitdem führt Uli regelmäßig Gruppen von bis zu 20 Leuten durch die Stadt, auch Ausländer, die auf diese Weise ein anderes Bild von Freiburg bekommen als das offiziell-touristische.

Wie sieht eine Bettlertour aus? „Ich führe bewusst keine Menschen vor oder zeige die Plätze, wo sie ‚wohnen’. Ich zeige auch nicht, wie die Menschen draußen vor der ‚Tafel’ Schlange stehen oder dass sie sich im ‚Käfig’ im Colombipark an der Rosastraße aufhalten. Da habe ich große Hemmschwellen. Es geht um die Innenstadtveränderung aus der Sicht eines Bettlers“, erklärt Uli.

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